Erst vor knapp 4 Wochen berichtete ich über einen Bankentest und wie leicht man doch fremde Konten mit einem Überweisungsschein plündern kann. Wie es der Zufall so will, kann ich nun aus eigener Erfahrung sagen, keiner ist vor Überweisungsbetrug wirklich sicher.

Was ist passiert?
Letzten Sonnabend schaute ich per online banking nach meinem Kontostand und musste feststellen, dass per Überweisungsschein am Tag zuvor, an Jemanden den ich nicht kenne, 476,82 Euro überwiesen wurden.

Anders als beim Lastschriftverfahren kann man bei Überweisungen nicht das Geld wieder rückbuchen lassen. Es gibt für solche Fälle auch keine Notfallnummer wie z.B. beim Kartenverlust.

Was ist zutun?
Der Weg sollte am nächsten Werktag, oder wer nicht so lange warten will auch am Wochenende zur nächsten Polizeidienstselle führen. Hier erstattet man Anzeige gegen Unbekannt, wegen Überweisungsbetruges (auch wenn der Empfänger aus der Überweisung hervor geht). Der nächste Weg führt dann direkt zur Kontoführenden Filiale, dort sendet ein Mitarbeiter den Sachverhalt an eine spezielle Abteilung der Bankzentrale. Hier hat in der Regel ein Mitarbeiter den Vorgang sofort auf dem Bildschirm und leitet eine Stornierung (wegen Überweisungsbetrug) ein.

In meinem Fall hatte ich das Geld schon am nächsten Tag wieder auf dem Konto, das ist aber sicher auch abhängig von Zeitraum zwischen Überweisung und Meldung des Betruges.

Eigentlich kann niemand so dumm sein und per gefälschten Überweisungsschein Geld auf sein eigenes Konto überweisen. In den meisten Fällen sind es leichtgläubige Leute, die Ihr Konto unbewusst Betrügern zur Verfügung stellen. Oftmals handelt es sich hierbei um e Mail Angebote in denen z.B. ein (angeblich) junges aufstrebendes russisches Unternehmen den deutschen Markt erschließt und für die (angeblich) neuen Kunden in Deutschland einen Mitarbeiter sucht, der die Kundengelder gegen großzügige Provisionen auf seinem Konto in Empfang nimmt und dann weiter leitet.

Wer sich von solchen dubiosen Angeboten einwickeln lässt, hat am Ende garantiert das Nachsehen. Zum einen ist er 100% sein Girokonto los und zum anderen hat er als Geldempfänger eine Anzeige wegen Überweisungsbetrug am Hals. Schlimmstenfalls kommen hier noch Unsummen an Schadensersatzforderungen auf den Ärmsten zu.

Denn auch hier gilt, Dummheit schützt vor Strafe nicht.

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