Gesundheits-Fonds in der Praxis
Seit 01.01.2009 gibt es den Gesundheitsfonds für alle gesetzlich Krankenversicherten und auch ein neues Honorarsystem für die Ärzte.
Es bleibt die Frage, was bringt das in der Praxis?
Zunächst werden wir das auf dem kommenden Lohnstreifen bemerken. Denn jetzt sind es insgesamt einheitlich 15,5 Prozent vom Bruttolohn, egal bei welcher Kasse Sie versichert sind. Bei einigen Kassen wie z.B. der AOK Berlin und Brandenburg ist es ein geringerer Beitrag als bisher. Bei vielen anderen Kassen steigt der Beitrag durch diese Reform.
In die ambulante Versorgung bringt der Fonds insgesamt mehr Geld, das sind z.B. in Berlin 1,28 Milliarden Euro, also 120 Millionen mehr und in Brandenburg 885 statt bisher 781 Millionen.
Zusammen mit dem neuen Honorarsystem kann man also Hoffnung, dass Ärzte nun auch zum Ende des Quartals Kassenpatienten behandeln. Bisher verzichteten viele Ärzte darauf, weil ihr Budget erschöpft war und sie somit für ihre Arbeit nicht mehr bezahlt wurden. Nun gibt es die Möglichkeit, dass der Arzt ein Jahr später ein höheres Budget zugeteilt bekommt, wenn er mehr Patienten behandelt.
Was passiert, wenn die 167 Millliarden Euro im Fonds nicht ausreichen, bleibt Abzuwarten. Die Kassen sind dann berechtigt Zusatz-Beiträge zu fordern, was für 2009 ehr unwahrscheinlich ist, denn wer mehr Geld verlangt, dem laufen die Versicherten weg.
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