Schwarze Liste über Versicherungskunden
Wurde Ihre Versicherungspolice von Ihrer Versicherung schon mal abgelehnt und Sie wussten nicht warum?
Bereits seit16 Jahren führt die Versicherungswirtschaft eine Schwarze Liste, in der Versicherungskunden gespeichert werden.
Natürlich wurde die Existenz einer solchen Liste von der Versicherungswirtschaft Jahrelange geleugnet. Versicherungsgesellschaften wiesen häufig Anträge auf bestimmte Versicherungen zurück, ohne dass dem Kunden ein Grund für die Ablehnung mitgeteilt wurde.
Seit dem 1. April können Versicherungskunden nun den Grund erfahren, warum ihre Anträge auf eine Versicherung abgelehnt wurden.
Laut Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers wurde diese schwarze Liste jetzt durch eine Initiative der obersten nordrhein-westfälischen Datenschutzbeauftragten Bettina Sokol für Versicherungskunden transparenter.
1993 wurde das “Hinweis- und Informationssystem” (HIS) unter dem Namen “Uniwagnis-System” eingerichtet, um mit diesem System Versicherungsbetrüger zu erfassen. Letztlich diente es aber zur Risikoprüfung im Leistungsfall. Versicherte landeten in der Liste, wenn sie negativ aufgefallen waren. Beispielsweise wenn sie kurz hintereinander mehrere Schäden von ihrer Versicherung regulieren ließen oder wenn beim Abschluss einer Kaskoversicherung ein neues Fahrzeug inklusive Papieren als gestohlen meldete wurde. Der Eintrag wurde dann erst nach fünf Jahren aus der Liste automatisch wieder gelöscht. Die Liste soll insgesamt 9,5 Millionen Eintragungen beinhalten.
Neue Versicherungskunden werden seit 1. April von der Versicherung informiert, wenn die Daten an das HIS gemeldet werden. Bestandskunden die wissen wollen, ob sie auf der Liste stehen, können eine Auskunft vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) einholen. Für diese Auskunft muss ein schriftlicher Antrag beim GDV gestellt werden.
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