Hartz4, Schüler wird für Fleiß und Arbeit vom Amt bestraft
Hartz4 Empfänger haben keine Lust zum arbeiten, so das gängige Vorurteil.
Oder stimmt es etwa doch?
Der folgende Fall aus Berlin zeigt einmal mehr, warum so manchen Leistungsbezieher die Lust auf Arbeit vergeht.
Statt Fleiß und Leistung zu belohnen, lehrt Hartz4 der Jugend, wer arbeitet wird bestraft.
Der Schüler Sebastian F. (19) aus Berlin Marzahn wollte mit einem guten Abi ins Leben starten. Um gut gerüstet zu sein, wollte er zusätzliche Lehrbücher kaufen (12. Klasse).
Dafür arbeitete Sebastian F. in den Ferien und wird prompt vom Job-Center bestraft.
Da seine Eltern Hartz4 beziehen, soll er von seinen verdienten 527,15 Euro 321,72 Euro an das Job-Center zurückzahlen.
Sebastian arbeitete in den Ferien als Warenpacker um sich seine Wünsche zu erfüllen.
Lehrbücher für Leistungskurse Mathe und Chemie sollten es sein und keine CDs oder Computerspiele.
Er wollte niemanden auf der Tasche liegen, denn da seine Eltern Hartz4 beziehen, hätte er ebenso gut versuchen können, die Sachen vom Amt bewilligen zu lassen.
Sebastian F. hat nun gelernt, das Arbeit nicht lohnt.
Das Job-Center schrieb ihm, da er mit seinen Eltern in einer Bedarfsgemeinschaft lebt, wird sein verdientes Geld auf die Hartz4 Bezüge seiner Eltern angerechnet, die nun 321,27 Euro zuviel haben.
Sebastian soll das Geld an das Job-Center zurück zahlen.
Um zahlen zu können, müsste Sebastian in den nächsten Ferien wieder arbeiten gehen, das wird er aber gewiss nicht tun.
In seinem Widerspruch schrieb er das auch dem Job-Center: “Ich weiß, dass ich nie wieder in den Ferien jobben werde, weil das Amt gleich die Hände aufhält, um einen alles zu nehmen.”
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