Knapp bei Kasse und große Wünsche?
Wie gut das doch viele Händler eine Null-Prozent-Finanzierung anbieten, der Kunde soll hierbei nur die reine Kaufsumme und keine Zinsen zahlen.

Bei solchen Angeboten ist jedoch Vorsicht geboten, denn der Kreditvertrag wird nicht mit dem Händler sondern mit einer Bank abgeschlossen.
Gerade finanziell schwachen Kunden drohen hierbei am Ende oft hohe Zusatzkosten.
Eine Bank will sicher gehen, dass der Kunde seine Ratenbeträge später auch zahlen kann. Deshalb wird eine Bonitätsprüfung durchgeführt.

Hat man diese Hürde erfolgreich genommen und sein gewünschtes zinsloses Darlehen erhalten, gibt es oft eine Überraschung.

Banken verlangen häufig zusätzliche Kosten wie Kontoführungsgebühren, Bearbeitungsgebühren oder sonstige Kosten vom Kreditnehmer. Somit ist der von Händlern oft angepriesene zinslose Kredit zu guter letzt doch kostenpflichtig.

ARAG-Experten warnen, in vielen Fällen schlagen Banken mit den Zusatzkosten sogar so zu,
dass eine Finanzierung deutlich teurer als ein Bargeschäft wird.
Diese Verfahrensweise ist rechtlich bedenklich, denn laut Preisangabenverordnung muss der, der ein Darlehen bewirbt, auch die gesamten Kosten des Kredits, also den effektiven Jahreszins angeben. In der Werbung ist der Verstoß gegen diese Verordnung oftmals pure Absicht.

Ein normales Bankdarlehen direkt von der Hausbank oder einem anderen Kreditinstitut kann also trotz Zinsen oft eine bessere Wahl sein, als die Null Prozent Finanzierung mancher Händler.

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