Es gibt nun wieder Neues von Herrn X und der Hartz IV Story.

Bevor ich aber nun zum NEUEN (was aber nichts Neues gebracht hat) komme, solltet Ihr Euch mal so richtig in Stimmung für dieses Thema bringen….Wie?….

Als ich den heutigen Berliner Kurier aufschlug, fand ich die folgenden drei Schlagzeilen:

HERZKRANK und HARTZ IV TODESSPRUNG vom BALKON

HARTZ-RANDALE im ARBEITSAMT

Die Kontoschnüffler vom Hartz-Amt

Ihr solltet diese drei Artikel mal lesen, denn irgendwie scheint ja die Hartz IV Story des Herrn X schon fast Hartz Normalität zu sein.

Herr X hatte nun tatsächlich schon zwei Tage nach seinem Amtsbesuch die schriftliche Ablehnung seines Antrages auf Leistungen ab Monat Mai im Briefkasten, auf dem ja auch vermerkt war: Wer keine Leistungen erhält, ist auch nicht durch den Leistungsträger Krankenversichert.

Nur zu dumm das Herr X dass erst im Juli erfahren hat. Um nun ganz sicher zu gehen kontaktierte Herr X seine Krankenkasse, dort konnte man keine Abmeldung durch das Jobcenter bestätigen. Was ist also los? Versichert? Oder nicht Versichert?

Aufklärung schien in Sicht. Herr X erhielt eine Einladung vom Jobcenter „ Ich möchte mit Ihnen über Ihre Leistungsangelegenheiten sprechen“.

Aber Pech, wieder zu früh gefreut…. Die sehr junge etwas überfordert wirkende Bearbeiterin war der Meinung Herr X hätte um diesen Termin gebeten. Aber egal, wenn man schon mal da ist, kann man ja gleich mal nachfragen.

Herr X hatte sich auf Grund der unklaren Berechnungen und der plötzlichen Rückforderungen anwaltliche Hilfe geholt, leider liegt das anwaltliche Schreiben, in dem mit konkreten Zahlen bewiesen ist, dass Herr X keine Leistungen zu unrecht bezogen hat, noch in irgend einem Amtspostberg.

Mit sturem Blick auf die falschen Zahlen im Computer sagte die junge Amtsdame, es ist alles Richtig, Sie erhalten keine Leistungen, die Krankenversicherungsbeiträge kann ja Ihre Bedarfsgemeinschaft zahlen, es ist ja laut der (falschen) Zahlen genug Geld vorhanden.

Herr X hat also auf Grund der späten Mitteilung des Amtes nur noch wenige Tage Zeit sich von seinen Null Euro freiwillig zu versichern, denn nach drei Monaten ohne Krankenversicherung ist nur noch eine private Versicherung möglich.

Also wie nun? Ist er versichert? Oder doch nicht? Versichert er sich nun von zusammen geborgtem Geld vielleicht doppelt? Keiner kann diese Frage beantworten. Die Leistungsstelle meint dazu „ ja das ist nicht unser Problem“.

Da die finanziellen Spannungen auch die Beziehung des Herrn X strapaziert, kann es nun jeder Zeit zur Trennung kommen und Herr X sitzt erst einmal auf der Straße. Auch dafür ist das Amt nicht zuständig, keine Hilfe, keine Tipps, ist halt Pech.

Auch wenn sich in den nächsten Monaten herausstellt, die Leistungsstelle hat sich mit Ihrer Berechnung geirrt, verloren hat Herr X bis dahin trotzdem.

Ja dann wollen wir dem chronisch kranken Herrn X, der versichert, oder auch nicht ist, mal einen schnellen Tod wünschen…..oder wie?

Der dritte Teil der Hartz IV Story folgt bestimmt!!

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