Diese Hartz 4 Story ist kein Märchen
Herr X ist Ende 40 und hat ca. 30 Jahre brav gearbeitet, Herr X lebt seit einigen Jahren mit Frau Y in einer sogenannten Lebensgemeinschaft…
Früher hätte man gesagt Herr X lebt mit seiner Freundin zusammen.
Eines Tages wird Herr X krank und ist dauerhaft körperlich eingeschränkt,
harte Arbeit hinterlässt halt Ihre Spuren.
Herr X wird nun nach 18 monatiger Krankheit ausgesteuert und bekommt statt Krankengeld seine Bezüge vom Arbeitsamt.
Um festzustellen ob Herr X noch in seinem Beruf als Kraftfahrer arbeiten kann, wird er vom Arbeitsamt untersucht. Natürlich darf er weiter als Kraftfahrer arbeiten, nur mit einigen kleinen Einschränkungen.
Um nun nicht alle Einschränkungen aufzählen zu müssen, könnte man auch kurz sagen Herr X darf als Kraftfahrer arbeiten… nur ins Auto einsteigen darf er nicht.
Natürlich hat die Arbeitsagentur auch gleich Jobangebote für Herrn X parat, eine Möbelspedition sucht dringen Kraftfahrer mit Ladetätigkeit und Service für den Kunden, oder wie wäre es mit einem Paketdienst?
Das sind doch alles leichte Tätigkeiten. Oder?
Herr X bekam leider keinen Job und musste ALG2 beantragen, prompt kam auch schon nach vier Monaten der Beschscheid. Herr X erhält 85,- Euro im Monat.
Da die Leistung ja nur für fünf Monate genehmigt wurde, durfte Herr X gleich seinen Folgeantrag stellen.
Nach drei Monaten geduldigen warten und ständiger telefonischer Nachfrage entschloss sich Herr X direkt im Amt vorzusprechen.
Siehe da…der Antrag war tatsächlich schon bearbeitet aber eben noch
im Rechner der netten Dame hinterm Schreibtisch.
Na ja kann ja nicht so schwer gewesen sein, es hatte sich ja finanziell nichts geändert.
Aber Herr X hatte sich zu früh gefreut, der Antrag wurde Abgelehnt. Warum?
Ja da haben die sich halt beim letzten Bescheid verrechnet lautete die Antwort der netten Dame hinterm Schreibtisch.
Ganz nebenbei erfuhr Herr X noch, dass er ohne Leistungsbezug auch nicht krankenversichert ist.
Aber das steht ja alles in der Ablehnung, wenn sie dann irgendwann mal im Briefkasten ist.
Zuhause wartete aber andere Post schon im Briefkasten. Es war die Mitteilung, dass Herr X seine zu unrecht erhaltenen Leistungen zurückzahlen soll und natürlich alle auf einmal.
Das kann er ja sicher problemlos von seinen neu erworbenen 0,-Euro tun.
Ein Anruf bei seiner Krankenkasse bestätigte, dass seit einem Monat keine Beiträge mehr vom Leistungsträger bezahlt wurden. Das wäre doch super wenn Herr X das auch schon vor seinem letzten Arztbesuch erfahren hätte.
Wer jetzt denkt, na dann soll er sich doch Familienversichern……….. Pech für Herrn X wenn er auch für die Grundsicherung beim Amt wie verheiratet behandelt wird, muss er es für eine Familienversicherung auch tatsächlich sein.
Eine Fortsetzung der Hartz 4 Story folgt garantiert !!
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Filed under: Hartz 4
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