Wer ist die Schufa ?
Die meisten Menschen nehmen an, dass die SCHUFA nur Daten zu Personen speichert, die Kredite platzen lassen haben.
Genau das Gegenteil ist der Fall: Rund 93 Prozent der Personen speichert die Schufa ausschließlich positive – also Informationen, die zeigen, dass jemand wirtschaftlich umsichtig handelt.
Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung kurz SCHUFA genannt, ist ein Dienstleistungsunternehmen, das Kundeninformationen kreditbezogener Geschäfte sammelt und bei Anfrage an seine Mitglieder weitergibt.
Im Datenbestand der SCHUFA befinden sich 362 Millionen Informationen zu 62 Millionen Personen. Mit einer Auskunft teilt die SCHUFA auf Wunsch jedem mit, welche Informationen über ihn vorliegt.
Die Vertragspartner geben sowohl positive als auch negative Informationen an die SCHUFA weiter.
Als Positiv-Informationen gelten zum Beispiel: Die Anmeldungen einer Kreditkarte, eines Leasingvertrages, eines Girokontos, einer Finanzierung oder eines Versandhandelskontos.
Ein geplatzter Kredit hingegen ist ein Hinweis auf nicht vertragsgerechtes Verhalten.
Ca. 4.500 Vertragspartnern wie zum Beispiel Leasingunternehmen, Kreditinstitute, Energieversorger, Versand- und Handelshäuser sowie Telekommunikationsanbieter geben die meisten Informationen an die Schufa.
Weitere Informationen kommen aus öffentlichen Verzeichnissen wie z.B. denen der Amtsgerichte.
Wenn Sie eine Auskunft anfordern, wird zusammengefasst welche Informationen über Sie bei der SCHUFA vorliegen. Neben Name, Vorname, Geburtsdatum und Geburtsort, aktuellen und früheren Anschriften, finden sich Informationen, die von Vertragspartnern gemeldet wurden, so z.B.:
Eventuell ist auch nagatives Verhalten aufgeführt wie beispielsweise:
Es können auch Angaben aus öffentlichen Verzeichnissen und amtlichen Bekanntmachungen aufgeführt sein. Dazu gehören unter anderem:
Auch Angaben zu einem Identitätscheck im Internet sind möglich. Dabei werden durch e-Commerce-Unternehmen oder Online-Auktionshäuser lediglich persönliche Daten wie Name und Anschrift geprüft, um sich und andere vor möglichen Betrügern zu schützen.
Die kompletten Informationen sehen nur Sie. Unternehmen erhalten nur die Informationen, die für eine Vertragsentscheidung relevant sind: Banken und Sparkassen sehen, ob Sie bereits ein Girokonto haben, Inhaber einer Kreditkarte sind oder einen Hypothekenkredit aufgenommen haben. Auch positive Informationen aus anderen Branchen sehen Sie, Informationen zu nicht vertragsgerechtem Verhalten – und ob es in den letzten 10 Tagen Anfragen gab.
Der Handel und Versandhandel erfährt weniger: Diese werden nur über Zahlungsstörungen informiert. Telekommunikationsunternehmen wiederum erhalten alle Informationen zu negativen Verhalten und Informationen darüber, ob bereits ein Telekommunikationskonto bei einem anderen Anbieter besteht. Die Namen von Unternehmen werden in keinem Fall an SCHUFA-Vertragspartner weiter gegeben. Diese Angaben sehen ausschließlich Sie!
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