Sozialbetrug ist kein Kavaliersdelikt

In einem noblen Münchner Stadtteil für 350 Euro eine 50 m² Wohnung, das ist ein super Schnäppchen… oder steckt etwas anderes dahinter?…..dachte sich ein Sachbearbeiter der Arbeitsagentur.

Ein Hartz4 Empfänger hatte, wie viele andere auch, seine Mietkosten beim Amt zur Übernahme angemeldet. Dummerweise bearbeitete seinen Antrag ein aufmerksamer Mitarbeiter der Agentur. Diesen kam das „Schnäppchen“ ziemlich spanisch vor und er schaltete den Sozialfahnder ein. Die günstige 1,5-Zimmerwohnung war nun in Wirklichkeit eine große 3-Raum-Wohnung. Weiterhin stellte sich schnell heraus, dass der Hartz4 Empfänger diese Wohnung zusammen mit seiner berufstätigen Freundin bewohnte, die er im Antrag als Vermieterin angegeben hatte.

Den wenigsten ist wirklich bewusst, dass Sozialbetrug strafbar ist und das Risiko erwischt zu werden ist hoch, denn seit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Förderung der Steuerehrlichkeit haben viele Behörden zugriff auf Bankdaten. Read the rest of this entry

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Hartz4 Empfänger haben keine Lust zum arbeiten, so das gängige Vorurteil.
Oder stimmt es etwa doch?
Der folgende Fall aus Berlin zeigt einmal mehr, warum so manchen Leistungsbezieher die Lust auf Arbeit vergeht.
Statt Fleiß und Leistung zu belohnen, lehrt Hartz4 der Jugend, wer arbeitet wird bestraft.

Der Schüler Sebastian F. (19) aus Berlin Marzahn wollte mit einem guten Abi ins Leben starten. Um gut gerüstet zu sein, wollte er zusätzliche Lehrbücher kaufen (12. Klasse).
Dafür arbeitete Sebastian F. in den Ferien und wird prompt vom Job-Center bestraft.
Da seine Eltern Hartz4 beziehen, soll er von seinen verdienten 527,15 Euro 321,72 Euro an das Job-Center zurückzahlen.
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Schufa-Auskunft soll teurer werden

Einige große Tageszeitungen berichten, dass bei der SCHUFA künftig eine Kreditauskunft teurer werden soll. Verbraucher, die eine Auskunft über Ihre gespeicherten Daten bei der SCHUFA erhalten wollen, sollen statt bisher 7,80 Euro dann 18,50 Euro je Auskunft bezahlen. Damit will die SCHUFA angeblich auf die ab April 2010 geltende Vorschrift reagieren, nach der jedem eine kostenlose Auskunft pro Jahr zu erteilen ist.

Laut Bild-Zeitung wird diese kostenlose Auskunft aber so unübersichtlich gestaltet sein, dass sie wahrscheinlich als Verbraucherauskunft völlig ungeeignet sein wird.

Verbraucher wissen oftmals gar nicht welche Daten die SCHUFA über sie speichert.

Der aus den Daten errechnete Bonitätswert, der sogenannten Score sollen Auskunft über die Kreditwürdigkeit des Verbrauchers geben. Der Scorewert der dem Verbraucher mitgeteilt wird, ist aber nicht mit dem Scorewert gleichzusetzen, der z.B. einem Kreditinstituten mitgeteilt wird. Eine Auskunft über den Verbraucher, den sogenannten Brachenscore erhalten z.B. Kreditinstitute oder Telefonanbieter. Dem Verbraucher wird hingegen der Basisscore mitgeteilt.

Schaut man sich das Gesetz etwas genauer an, ist es doch erstaunlich wie weit die gängige Praxis der SCHUFA vom Gesetz abweicht, denn Schufa Ausküfte sind laut Gesetz grundsätzlich kostenlos. Read the rest of this entry

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Finanzielle Freiheit trotz Insolvenz

Finanzielle Freiheit trotz InsolvenzDie Insolvenz ist in der heutigen Zeit für viele Privatleute, aber auch für rund 300 000 Unternehmen jeder Größe ein kleiner Hoffnungsschimmer, irgendwann wieder die finanzielle Freiheit genießen zu können.

Die harte Realität im Insolvenzverfahren und auch in der Wohlverhaltensphase sieht insbesondere für insolvente Unternehmer, Selbständige und Freiberufler aber ehr düster aus.

Sie arbeiten hart, erwirtschaften Einnahmen von 5000, 10 000 oder mehr Euro und müssen selbst oft mit dem Einkommen eines Sozialhilfeempfängers auskommen.
Denn eines ist Klar, die legitime Aufgabe des Insolvenzverwalter ist es, möglichst viel Geld an die Gläubiger zu verteilen.

Das wirkt sich bestimmt nicht gerade positiv auf die Arbeitsmoral der betroffenen Selbständigen aus und man kann da nur hoffen, dass sich nicht der Lieblings- Zahnarzt beim nächsten Praxisbesuch in Unternehmerinsolvenz befindet. ;-)
Ein weiteres Problem dieser Miesere, so manch Einer (besonders Handwerker) werden regelrecht in die Schwarzarbeit gedrängt.

Es geht aber auch anders… und einfacher als man denkt.
Insolvente Unternehmer, Selbständige und Freiberufler dürfen ab sofort rund 80% ihrer Einkünfte trotz Regelinsolvenz und mit Unterstützung des Gesetzgebers behalten. Read the rest of this entry

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Ab 01.07.2010 ist das P-Konto verfügbar

Ab dem 01.07.2010 wird das P-Konto (Pfändungsschutzkonto) endlich Realität. Mit der Einführung des P-Kontos müssen die Banken und Geldinstitute einen pfändungsfreien Grundbetrag von 985,15 Euro automatisch berücksichtigen (Basispfändungsschutz).
Das P-Konto (Pfändungsschutzkonto) ist ein Girokonto mit Pfändungsschutz welches per Gesetz von der Bundesregierung eingeführt wurde und jedem Bürger die Eröffnung bzw. Führung eines Girokontos gewährleisten soll.

Das Gesetz zur Reform des Kontopfändungsschutzes wurde am 10. Juli 2009 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und tritt nun ab 01. Juli 2010 in Kraft.
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